Gabicce - Geschichte

 

Seltsame Sagen, alte Volkstraditionen und epische Heldentaten berühmter Herrschaften vermischen sich in der Geschichte der Stadt Gabicce, ein auch vom kulturellen und historischen Gesichtspunkt her faszinierendes Touristenziel. Die Entstehung der Gemeinde Gabicce ist eng mit jener von Gabicce Monte verknüpft, da sich Gabicce Mare erst ab Ende des neunzehnten Jahrhunderts eigenständig zu entwickeln begann.
In alten Zeiten war Gabicce Monte eine winzige Ortschaft von Fischern und Bauern und wurde allgemein 'Castrum Ligabitii' genannt. Die Ursprünge dieses Namens sind nicht sehr klar: die Einen lassen ihn auf den Namen des Lehnsherrn, der dieses Gebiet um das X. Jahrhundert besaß zurückgehen, Andere glauben hingegen dass der Name aus der Tatsache herrühre, dass die Viehzüchter zu jener Zeit auch 'Legabecchi' [= Ziegenfänger] genannt wurden.

Woher auch immer der Ursprung dieses altertümlichen Weilers 'Castrum Ligabitii' rührt, handelte es sich um ein Dörfchen das dicht an einem Schloss heranwuchs, welches im Verlaufe der Jahrhunderte einer langen Reihe von Herrschaften unterstand: angefangen von jener des Erzbischofs von Ravenna zu jener der Signoria der Malatesta, von der Herrschaft der Sforza, der Montefeltro und dann der Rovere bis zum Kirchenstaat. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Teile, die vom alten Schloss übriggeblieben waren, vollkommen zerstört. Die Berichte über die Bevölkerung der mittelalterlichen Zeit gehen auf eine Reihe von Schriften zurück, wonach im Gebiet nicht mehr als 500 Personen zugegen waren.

Die eigentliche und wahre Entstehung von Gabicce Mare geht auf Anfang des neunzehnten Jahrhunderts zurück, auf jene Zeit als es notwendig wurde, die Stadtgrenzen zu erweitern, um einen Hafen für das Fischereigewerbe zu errichten. Die Übersiedlung der Gemeinde von Gabicce in das Meergebiet erfolgte aber erst hundert Jahre später, und zwar um das Jahr 1942. Doch erst seit den 60-ziger Jahren begann Gabicce Mare – wie der größte Teil der Städtchen der Adriaküste - sich einer neuen Art von als „Massen“ bezeichnetem Tourismus zu erschließen, der die Gewohnheiten des Gebietes durch die Entstehung der Strandanlagen und der stets noch fortschrittlicheren Hotelstrukturen radikal änderte.

Um zu den Mythen und Traditionen von Gabicce zurückzukehren wird erzählt, dass vor langer Zeit, gegenüber von Gabicce Mare, im Gebiet, das heute der „Baia della Vallugola“ entspricht, eine alte Stadt mit dem Namen Valbruna vorhanden war, die heute in den Gewässern der Adria versunken ist und von der keine Spur zurückgeblieben ist außer der Volkserzählung und der Sage, die sie umgibt und die die Ursprünge von Gabicce in ein Rätsel hüllt.

 

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